Dieter Ilg - 60 - mit Till Brönner - das Konzert

Zum sechzigsten Geburtstag des badischen Tieftöners gab es als essentielle Konzertoption nur Solo oder Duo. Zu zweit läßt sich‘s trefflicher feiern als alleine. Und in den letzten Jahren war diese Beziehung immer eine besondere - natürlich von der zu seinem Kontrabass einmal abgesehen -: das Teilen der Bühne mit der deutschen Trompetenikone Till Brönner. Mit keinem musikalischen Partner verbrachte der badische Viersaiterextremist mehr Zeit, Raum und Konzertantes in den vergangenen Jahren. Und ein Jubiläumskonzert in der Heimat, keine drei Blocks vom ehemaligen Elternhaus entfernt, macht mehr als Sinn. Es ist eine Ehrerbietung für eine Stadt, die es möglich gemacht hat, mit den sozialen und kulturellen Einrichtungen zu fördern und zu fordern. Ob der Kindergarten in der Oststadt, die Anne-Frank-Grundschule, das Grimmelshausen-Gymnasium, die städtische Musikschule, das Ortenauorchester, die Stadtkapelle Offenburg, die Ministrantenband Whoopee Makers und viele einzelne musische Persönlichkeiten vor Ort bis zur langjährigen Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro. Eine offene Burg. An diesem besonderen Abend erklingt pure Musik zumeist akustischen Ursprungs aus dem weiten Repertoire der beiden Hochprozenter, eine Melange zweier Individuen wie es sie kein zweites Mal gibt. Es zählen nur die Momente. Eine einmalige Gelegenheit, diese Zweisamkeit mitzuerleben und mitzufeiern. Die gemeinsame Arbeit kulminierte in der 2018 veröffentlichten Tonkonserve Nightfall. Nightfall ist so vieles. Es ist ein Debütalbum und im selben Moment die Frucht einer langen, intensiven Zusammenarbeit zweier großer Erzähler. Es ist zugleich Fazit, Bestandsaufnahme und ein Versprechen an die Zukunft. Es ist die entschlossene Überwindung kanonisierter Vorurteile und ein ebenso leidenschaftliches Bekenntnis zur Freiheit und zum Wunder des Jazz. Auch die hier zelebrierte organische Mischung aus Hemmungslosigkeit und Understatement ist alles andere als alltäglich. Nicht zuletzt setzt das Album im Zeitalter des Perfektionismus einen erfrischenden Kontrapunkt mit seiner überaus läuternden Erkenntnis: man kann noch so viel im Leben erreicht haben – es lohnt sich dennoch, immer wieder ganz von vorn anzufangen. Voilà!

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  • 01.10.21
  • 20:00 Uhr
  • Reithalle im Kulturforum Moltkestraße 31, 77652 Offenburg
  • 50,50 €

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